Graf, Maren Autorenbild1

Als echtes Nordlicht bin ich 1984 in Schleswig geboren. Mit Wind im Haar, einer salzigen Brise um die Nase und dem Möwengeschrei im Ohr verbrachte ich meine Kindheit an der Ostsee rund um Kiel. Meine Liebe und Verbundenheit zum Meer sind mir bis heute geblieben und wann immer ich ein breites „Moin“ höre, fühle ich mich zu Hause.

Dennoch – das Leben führte mich an andere Orte. Zunächst nach Göttingen, wo ich die herzzerreißenden und durchaus amüsanten Tage meiner Teenagerzeit erlebte. Bevor es mich 2002 nach Paderborn verschlug, wo ich mit meinem Mann und meinen drei Söhnen mittlerweile eine neue Heimat gefunden habe.

Seit 2012 unterrichte ich an einem Gymnasium die Fächer Deutsch und Philosophie und freue mich, zusammen mit meinen Schülerinnen und Schülern über die Dinge des Lebens zu „philosophieren“. Außerdem versuche ich auch, sie für das Lesen und Schreiben von Geschichten zu begeistern. Denn das ist doch eine der wunderbarsten und wertvollsten Fähigkeiten, die wir besitzen können.
Ich jedenfalls habe die größte Freude daran, spannende Plots (Handlungen) zu entwerfen, Figuren zu erschaffen, die Atmosphäre einer Szene mit nur wenigen Worten einzufangen und mit dem Ausdruck eines Satzes zu jonglieren. Genau hier liegt für mich die Faszination des Schreibens.

 

Steckbrief

Name: Maren Graf
Geburtstag: 11. Oktober 1984
Sternzeichen: Waage
Wohnort: Paderborn
Hobbys: Schreiben, Lesen, Tanzen, Zeichnen, Gitarre spielen
Was ich gerne mag: Zeit mit meiner Familie verbringen, Musik hören (am liebsten live), im Wald spazieren gehen
Was ich gar nicht mag: unfreundliche Menschen, Ungerechtigkeit, Lärm
Meine Lieblingsbücher aus der Kindheit: da gab es soooo viele … zum Beispiel Momo, Die unendliche Geschichte, Ronja Räubertochter, Die Kinder von Holderness, diverse Pferde- und Hexenbücher, Der kleine Vampir, Harry Potter natürlich und meine liebstes Bilderbuch Kleine Stiefel – große Sarah.
Mein Lebensmotto: Vom Mond aus betrachtet, ist alles halb so wild 😉

 

5 Fragen an die Autorin

Wie bist du Autorin geworden?
Das Schreiben begleitet mich schon seit der Kindheit. Kaum dass ich in der Grundschule die Buchstaben gelernt hatte, zählte Deutsch zu meinen Lieblingsfächern und Geschichtenschreiben zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen.
 Die erste längere Geschichte war in der 4. Klasse fertig, der erste Roman folgte mit 14. Der erste „richtige“ Meilenstein kam 2016 mit der Veröffentlichung meines Kriminalromans Todschreiber. Darauf folgten noch viele Kurzgeschichten und eine Kurzkrimi-Sammlung 2018.
Seit 2020 schreibe ich nun auch Kinder- und Jugendbücher und habe großen Spaß daran, mir Geschichten für junge Leserinnen und Leser auszudenken. Oftmals erinnere ich mich dabei an meine eigene Kindheit und all die Bücher, die ich verschlungen und geliebt habe. Das Gefühl, ganz und gar in einem Buch zu versinken, vergisst man nie und sicherlich ist auch das der Grund, warum ich meine Leidenschaft für Geschichten bis heute behalten habe und selbst Autorin geworden bin.

Woher nimmst du die Ideen für deine Geschichten?
Ideen sind schon etwas Faszinierendes. Ich liebe es, wenn sie mir einfach vor die Füße fallen. Ob beim Müllrausbringen, Marmeladenbrotschmieren oder Muschelsammeln – plötzlich sind sie da und grinsen mich an. Dann muss ich nur zuschnappen und sie aufschreiben.
Aber natürlich gibt es auch Tage, an denen mir gar nichts einfallen will und dann grabe ich stundenlang in meinem Kopf und grüble und grüble. Bis ich irgendwann aufhöre, der Idee hinterher zu jagen und sie mir wenig später von selbst nachläuft. Als hätten meine Gedanken eine Gummibärchen-Spur zu mir ausgelegt.

Wie und wo schreibst du am liebsten?
Meine ersten Geschichten habe ich damals mit Füller auf Papier geschrieben. Später auf meiner ersten eigenen Schreibmaschine (Ich erinnere mich noch an den Geruch der Tintenbänder und an das Auseinandertüddeln der Buchstabenhebel, wenn ich mal wieder zu schnell getippt hatte) und schließlich auf dem Computer.
Heute schreibe ich am Laptop und das gefällt mir tatsächlich am besten. Ich kann darauf genauso schnell tippen, wie mir die Wörter einfallen. Ich kann jederzeit löschen, was mir nicht gefällt und außerdem schnell im Internet nachschlagen, wenn ich etwas wissen möchte.
Mein Lieblingsort zum Schreiben ist ein gemütliches Café. Dort riecht es nach Kaffee und man hört die Leute brummeln. Das Gewusel um mich herum bringt meine Gedanken am besten in Schwung.

Was ist das Beste am Schreiben?
Das Tolle am Schreiben: es ist unglaublich vielseitig.
Man muss recherchieren und lernt dabei viele spannende Dinge und auch interessante Menschen kennen.
Man ist Erfinder von Figuren, Sachen und ganzen Welten.
Manchmal ist es wie Puzzeln. Man setzt Teile einer Handlung aneinander, legt Hinweise aus und versucht, dass am Ende alles zusammenpasst. Und dieses letzte Teil der Geschichte zu legen, macht besonders viel Spaß. Zumindest wenn es passt.
Und natürlich kann man schließlich mit den Wörtern und Sätzen spielen. Sie klingen lassen und lustige Sprachschätze basteln.
Vor allem beim Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern habe ich großen Spaß daran, mir die tollsten und verrücktesten Sachen auszudenken, die fantasievollsten Orte zu erschaffen und so herrlich und bunt mit Worten zu experimentieren. Das ist ganz wunderbar.

Was ist dir an einer Geschichte am Wichtigsten?
Eine gute Geschichte muss für mich immer eines sein: spannend. Und damit meine ich nicht, dass hinter jeder Ecke ein dunkler Schatten lauern soll. Ganz im Gegenteil. Spannung entsteht für mich immer dort, wo ich als Leser unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Ob das Mädchen ihren Traum erfüllen kann. Ob der Junge das Geheimnis lüften kann. Oder ob der Übeltäter am Ende gefasst wird.
Vor allem die Figuren sind es, die eine Story lebendig und emotional machen und dafür sorgen, dass ich mit ihnen mitfiebere. Ohne echte Charaktere funktioniert die beste Handlung nicht.
Außerdem habe ich eine Schwäche für schöne Sprache. Klar, das ist auch Geschmackssache. Aber ich finde, ein Autor und eine Autorin sollten sich Mühe geben, die richtigen Wörter auszuwählen und die unpassenden wegzulassen.
Wenn er oder sie es dabei auch noch schafft, mich zum lächeln oder gar zum lachen zu bringen – großartig!